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Einleitung

Hanuman, Figur aus dem Ramayana

Hanuman, Figur aus dem Ramayana

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Die javanischen Schattenspielfiguren sind zwischen 20 bis 100 cm groß, oft stark stilisiert und zeigen eine deutliche Betonung von physischen Merkmalen, wie beispielsweise der schlanken und filigranen Gestaltung von elden und guten Charakteren, oder auch der üppigen, kugelförmigen und runden Darstellung von Dämonen oder auch der komischen Figuren.

Ein besonderes Merkmal bei javanischen Wayangfiguren ist die gekreuzte Darstellung von Oberkörper und Schultern. Der Oberkörper wird hierbei in einer Schrägansicht gezeigt. Beide Schultern sind zu sehen.

Um die eine perspektivische Darstellung zu zeigen, werden die vordere Schulter stark verlängert und die hintere Schulter kleiner dargestellt.

Überlange Arme sorgen dafür, dass Bewegungen der Figur tänzerisch erscheinen. Nicht nur die Figuren haben im Wayangspiel einen Namen, auch jedes Tier und sogar viele der verwendeten Waffen und sonstigen Requisiten haben einen eigenen Namen.

Gatotkaca, Figur aus dem Ramayana

Gathotkaca, Figur aus dem Ramayana

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Die Darstellung der Figuren richtete sich anfangs stark an den Darstellungen, wie sie auch an diversen Tempel-Bauten der Penataran-Gruppe aus dem 13.und 14. Jhd. zu finden sind, aus.

Die heutigen Figuren weichen zwar inzwischen immer stärker von der ursprünglichen Erscheinungsform ab, der Ursprung Ihres Aussehens ist allerdings immer noch deutlich erkennbar.

Durch den Einfluss des Islam und dem Darstellungsverbot von lebenden Personen im Islam wurden die javanischen Figuren immer stärker stilisiert dargestellt, allerdings wurde das Darstellungsverbot niemals in voller Stärke umgesetzt, daher sind aus der Figuren immer noch klar Personen zu erkennen.

Auf Bali, wohin der Islam nicht vordrang, haben die Figuren noch immer ihr ursprüngliches Aussehen, weitgehend beibehalten.
Darstellung von Klasse, Charakter und Eigenschaften der Figuren

Die soziale Stellung bzw. Klasse, der Charakter und die Eigenschaften der Figuren lassen sich anhand verschiedener Merkmale feststellen, hierzu zählen beispielsweise Schmuck, Kleidung, Farben, Haartracht und Körperhaltung.

Generelll lassen sich alle Charaktere in zwei Gruppen einteilen. Zum Einen, die edlen Charaktere und zum Anderen, die rohen, gewalttätigen und agressiven Charaktere. Eine Sondergruppe bilden allerdings noch die Spassmacher bzw. Clowns des Wayang. Hinzu kommen noch Tierfiguren und Requisiten und nicht zu vergessen (last but not least) das Gunungan.

Quellen:

Getanzte Geschichte. Veröffentlichungen zum Archiv für Völkerkunde, Band 11
Tanz, Religion und Geschichte auf Java — von Sri Kuhnt-Saptodewo, Kuhnt-Saptodewo
"Veröffentlichungen zum Archiv für Völkerkunde"
Erschienen bei: LIT Verlag, ISBN 3-8258-8648-4, 9783825886486

Shadows of Empire: Colonial Discourse and Javanese Tales
Von Laurie Jo Sears
Veröffentlicht von Duke University Press, 1996, ISBN 0822316978, 9780822316978

Indonesia Beyond Suharto: Polity, Economy, Society, Transition
Von Donald K. Emmerson, Asia Society, Mitwirkende Personen Donald K. Emmerson
Veröffentlicht von M.E. Sharpe, 1999, ISBN 1563248891, 9781563248894

Unter dem Schatten von Garudas Schwingen Chancen und Probleme nationaler Integration in Indonesien ; Geschichte, Ideologie, Religion, Recht: Chancen und Probleme nationaler Integration in Indonesien...
von Johannes Herrmann
Veröffentlicht von Johannes Herrmann Verlag, 2005, ISBN 3937983066, 9783937983066

The Religion of Java
Von Clifford Geertz
Veröffentlicht von University of Chicago Press, 1976, ISBN 0226285103, 9780226285108

A Fragile Nation: The Indonesian Crisis
Von Khoon Choy Lee
Veröffentlicht von World Scientific, 1999
ISBN 9810240031, 9789810240035

The Javanese Shadow Theatre
Von Roger Long
Umi Research Press, Theatre and dramatic Studies

Die Wayangwelt
von Christine Franke-Benn
Verlag: Otoo Harrosowitz

Music in Java
von J. Kunst
Matninus Nijhoff/The Hague