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Taxis in Indonesien

Ab Anfang der 70er Jahre wurden Taxis in Jakarta eingeführt. Die meisten waren zunächst gelb gefärbt ab dem 80ern wechselte die Farbe zu blau. Das meist verwendete Modell dieser Zeit war der Nissan Stanza.

Touristen sollten bei Taxifahrten einige Hinweise beachten:

  • Merken Sie sich beim einsteigen ins Taxi das Taxiunternehmen und die Taxinummer.
  • Fragen Sie vor dem Fahrtantritt nach dem Preis. Wenn Sie einmal einen freundlichen und verlässlichen Fahrer gefunden haben, können Sie sich seine Handynummer geben lassen und ggf. öfter mit diesem Taxifahrer fahren.
  • An Flughäfen stehen immer viele Taxis zur Verfügung und es bietet sich die Möglichkeit zu Handeln, es gibt allerdings auch einen Schalter, an dem Sie ein Taxi zum Festpreis, je nach Fahrtziel mieten können.
  • Das größte und fast immer verlässliche Taxiunternehmen In Jakarta und allen großen Touristenorten ist die Blue Bird Group.

Die Arbeitszeiten der Taxifahrer ist in sehr lange Schichtdienste eingeteilt. Bei einigen Unternehmen fahren die Taxifahrer 48 Stunden am Stück und haben danach 48 Stunden Zeit sich zu erholen. Bei andern Unternehmen arbeiten Sie 24 Stunden und haben danach Zeit sich 24 Stunden auszuruhen.

Ein Taxifahrer mietet sein Taxi vom Taxiunternehmen. Als Miete muss er dem Taxiunternehmen ca. 120.000 Rupiah (ca. 12 Euro) am Tag zahlen. Auch das Benzin muss er aus eigener Tasche bezahlen. Bei anderen Unternehmen (z.B. auf Lombok und in Jakarta erhält der Taxifahrer 10% der Einnahmen).

Busreisen in Indoensien

Busverkehr in Indonesien

Busverkehr in Indonesien

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Im indonesischen Busverkehr unterscheidet man mehrere Arten. Der „Bus Antar Kota“ (= zwischen den Städten), welcher zwei Städte miteinander verbindet. Die Fahrten dauern meist zwischen 1 bis 3 Stunden und führen meist nur bis zur Nachbarstadt (z.B. von Sumedang nach Bandung oder von Solo nach Yogyakarta).

Der „Bus Malam“ (Bus Abend) fährt längere Strecken (z.B. von Jakarta nach Denpasar, von Java nach Sumatra oder von Yogyakarta nach Malang. Bei diesen langen Fahrten hält der Bus an Restaurants, welche einen Vertrag mit der Busgesellschaft haben und in welchen die Passagiere Essen können.

Der „Bus Kota“ verkehrt innerhalb von Städten. Ein Linie dieser Art in Jakarta heisst „Metromini“.
Die Busse unterscheiden sich in Ihrer Ausstattung. Der „Bus Biasa“ ist nicht mit einer Klimaanlage ausgestattet. Aus diesem Grund sind während der Fahrt Türen und Fenster geöffnet.

Der Bus Patas AC verfügt über eine Klimaanlage, wodurch die Fahrgebühr natürlich teurer ist. Auch darf in diesen Bussen nicht geraucht werden.
„Busway“ ist ein spezieller Bus, den es nur in Jakarta gibt. Er vrfügt über eine Klimaanlage und ist teurer als der Bus Papas AC.

Besonderheiten und Kurioses im indonesischen Busverkehr

Es gibt zwar feste Haltestellen, jedoch hält der Bus häufig auch, ähnlich den Mikrolets, auf Zuruf. Ein Beschäftigter im Bus ist für das einsammeln des Geldes verantwortlich und wird Kondektur genannt.

Der in Jakarta eingesetzte Metromini

Der in Jakarta eingesetzte Metromini

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Beim einsammeln nennen nennt der Fahrtgast sein Fahrtziel und der Kondektur notiert sich die Nummer des Platzes, sowie das Ziel.

Will jemand aussteigen, so macht er sich durch das klopfen einer Geldmünze gegen die Scheibe bemerkbar. Das Ein- und aussteigen kann sich teilweise etwas schwierig gestalten, da die Busse oft nicht wirklich anhalten, sondern nur etwas langsamer fahren, um Zeit zu sparen.

Durch die Busse ziehen immer wieder Straßenmusikanten, um sich ein wenig Geld zu verdienen, allerdings sollte man sich auch vor Taschendieben in Acht nehmen.

Zwischen verschiedenen Busfahrern kommt es oft Streit, da der Kampf um Kunden bzw. Passagiere erbittert geführt wird.
Viele Busfahrer sind miserable und recht rücksichtslose Fahrer, besonders der Metromini in Jakarta hat hinsichtlich dessen einen sehr schlechten Ruf.

Travel

Die komfortabelste Art des Transports ist das Reisen mit einem Travel. Das Travel ähnelt einem Sammeltaxi um muss vorab bei einem Reisebüro gebucht werden, woraufhin man vom Travel zu Hause abgeholt wird.

Man sollte sich hierbei nicht auf eine abgemachte Zeit verlassen, oft brauchen die Travels Zeit um die Wege durch die Kampungs zu finden und die einzelnen Passagiere einzusammeln.

Es gibt allerdings nur bestimmte Routen (z.B. von Malang nach Surabaya oder von Bali nach Surabaya) auf deren Weg die Passagiere zusteigen. Die Kosten hängen von der Entfernung ab.

Mikrolet/ Angkot

Mikrolets in Jakarta

Mikrolets in Jakarta

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Der Name Mikrolet stzt sich aus den Wörter “Mikro” und “Oplet” zusammen. Eine andere Bezeichnung für ein Mikrolet ist auch Angkutan Kota oder Angkot (Verkehrsmittel für die Stadt).

Diese Fahrzeuge wurden seit den 70er Jahren eingesetzt und ersetzten die vorher verwendeten Oplets. Die Fahrzeugtypen sind zumeist Toyota Kijang, Suzuki Carry und Mitsubishi Colt.

In einen Mikrolet passen bis zu 10 Personen, bei Bedarf jedoch auch mehr. Mikrolets fahren immer auf bestimmten Routen, die Gebühr beträgt, je nach Entfernung zwischen 1000 – 4000 Rupiah (ca. 10 – 40 Cent), die man beim Aussteigen an den Fahrer bezahlt. Schüler bezahlen weniger als Erwachsene.

Je nach Linie unterscheiden sich die Farben und Nummern an den Mikrolets. In Jakarta sind die Mikrolets teils unterschiedlich gefärbt, in Malang (Ostjava) sind alle Mikrolets blau und lassen sich nur anhand der Beschriftung unterscheiden. (z.B. fährt das Mikrolet mit der Aufschrift “AD” vom Arjosari Busbahnhof bis zum Dinoyo Busbahnhof.

Es gibt keinen festgelegten Fahrplan und auch keine Haltestellen. Man winkt ein vorbeifahrendes Mikrolet einfach bei Bedarf heran. Will man aussteigen, so ruft man “Kiri, Kiri” (links, links), bei einigen Mikrolets kann man auch einen Knopf drücken.

Besonderheiten und Kurioses über das Mikrolet

Der Fahrer eines Mikrolets mietet dieses vom Eigentümer und bezahlt hierfür täglich eine Gebühr von 65.000 – 80.000 Rupiah (6-8 Euro). Für eine halbtags Miete müssen ca. 40.000 bis 50.000 Rupiah gezahlt werden. Das Benzin muss der Fahrer selbst bezahlen und hoffen, dass durch die Einnahmen genug für Ihn selbst übrig bleibt.

Ein paar Mikrolets

Ein paar Mikrolets

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Es kann vorkommen, dass man in einem Mikrolet bis zu 60 Minuten warten muss, bis es abfährt, da der Fahrer wartet bis sich sein Gefährt gefüllt hat, da er sonst nicht genug verdient.

An den meist frequentierten Haltestellen (Kaufhäuser, Schulden usw.) übernimmt oft eine Person (genannt Makelar) die Zuteilung von Passagieren zu den einzelnen Mikrolets und verdient hierdurch ein wenig Geld (normalerweise ca. 1000 Ruphia = 10 Cent pro Mikrolet).

In manchen Städten haben sich auch Vereine und Zusammenschlüsse der Mikroletfahrer gebildet, in denen berufliche Dinge besprochen werden, die aber auch bis ins private (Beusch von Hochzeiten usw.) reichen.

Ein weiterer Beruf im Zusammenhang mit Mikrolets ist der so genannte „Kernet“. Ein Kernet ist der Assistent des Fahrers und sammelt das Geld ein oder hilft auch zum Teil den Fahrgästen, allerdings gibt es seit 1995 kaum noch Kernets, da die Mietpreise für ein Mikrolet zu stakt angestiegen sind und kein Fahrer mehr einen Kernet bezahlen kann.

In Jakarta finden auf den Sentul Sirkuit regelmäßig Rennen mit Mkrolets statt, diese werden Angkot Racing genannt. Ein Video eines solchen Rennens findet sich hier:

Becak

Ein Becak mit Fahrer in Solo

Ein Becak mit Fahrer in Solo

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Das Becak ist die indonesische Version der Rikscha. Es ist ein dreirädriges Fahrzeug, bei dem die Passagiere vorn sitzen und der Fahrer auf einem dahinter befindlichem Fahrrad in die Pedalen tritt.

Die Becaks auf Sumatra sind ein wenig anders konstruiert. Bei diesen sitzt der Fahrer neben den Passagieren.

Das Wort Becak stammt aus dem chinesischem Dialekt Hokkain und bedeutet dort „Be Chia“ (= Kutsche). Heute findet man Bacaks in vielen Innenstädten, allerdings nicht die der Hauptstadt Jakarta.

Da Becaks, welche nur durch Muskelkraft angetrieben werden natürlich sehr langsam sind, wurden Sie in der Innenstadt verboten. 1994 erließ Suharto dieses Verbot und es wurden sogar Razzien gegen Becak Fahrer durchgeführt.

Allerdings wird das Becak heute schmerzlich in Jakarta vermisst, da bei den zahlreichen Staus viele Fahrzeuge ihr Fahrtziel nur sehr langsam oder gar nicht erreichen können, während ein Becak sich zwar langsam aber ohne größere Probleme durch die Stadt schlagen könnte.
Besonderheiten und Kurioses beim Becak

Becaks sind meist auf Java und Sumatra zu finden, allerdings existieren auch einige auf Papua in der Region Ujung Padang. Den Preis sollte man vor dem Einstieg in ein Becak aushandeln.

Ein Becak aus Ostjava

Ein Becak aus Ostjava

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Die Kosten einer Becakfahrt reichen, je nach Entfernung, von 2000 bis 15.000 Rupiah. Halten Sie zum bezahlen immer Kleine Geldscheine bereit, da die Fahrer meist nicht wechseln können.

Fast immer mieten Becakfahrer ihr Gefährt von einem Besitzer und müssen durch Ihre Fahrten mehr verdienen als Sie an Miete abführen müssen. Da der Fahrer natürlich auch Essen und Trinken muss bleibt am Ende nur sehr wenig für ihn übrig.

Viele Familien müssen zum Teil von 10.000 Rupiah (weniger als ein Euro) am Tag leben. Außerdem verlieren viele Becakfahrer ihre Kunden an die Mikrolets.

Oft sind die Fahrer Zuwanderer aus anderen Städten und von anderen Inseln. Eine große Zahl von Fahrern in Surabaya beispielsweise stammt von Madura. Während seine Familie in seinem Heimatort bleibt, versucht der Fahrer diese durch seine Arbeit zu ernähren und schläft sogar im Becak. Nur zu besonderen Feiertagen kann er seine Familie besuchen.

Auch viele Hotels (z.B. in Yogyakarta) beschäftigen Becakfahrer, die allein Hotelgäste fahren. Die Fahrtgebühr ist hier etwas teurer (20.000 bis 30.000 Rupiah = 2 bis 3 Euro).

Zu einigen Feierlichkeiten, wie etwa dem indonesischen Unabhängigkeitstag finden Wettbewerbe der Becakfahrer, wie Hindernisfahrten oder Rennen statt.

Trem

Strassenbahnen gab es erstmals im Jahre 1869, allerdings wurden diese noch von Pferden gezogen. 1881 existierten in Batavia (Jakarta) 6 Straßenbahnlinien der Batavia Electrisch Maatchappij (BVM). Der Schaffner und dessen Assistent waren meist indonesische Einheimische, die zwar eine Uniform trugen aber keine Schuhe.

Der Leiter einer solchen Dampfstraßenbahn war allerdings immer ein Holländer. Auch gab es zwei Klassen, wobei die 1. Klasse für die Holländer und wenige reiche Indonesier bestimmt war, während Indonesier, Chinesen und in Indonesien lebende Araber in der 2. Klasse sitzen mussten.

Dies war nicht nur eine Trennung zwischen Arm und Reich, diese Unterscheidung hatte auch rassistische Gründe.

Elektrische Straßenbahnen wurden im Jahre 1889 eingeführt. Nach der Unabhängigkeit wurde die Straßen bahn von der indonesischen Gesellschaft PPD (Perusahaan Pengangkutan – Personenbeförderung für Jakarta) weiterbetrieben.

Da dieses Unternehmen jedoch nicht sehr profitabel war, wurde die Straßenbahn im Jahre 1960 abgeschafft. Präsident Sukarno wollte stattdessen eine Metro für Jakarta errichten lassen.

Oplet

Ein Oplet in Jakarta

Ein Oplet in Jakarta

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Das Wort Oplet setzt sich aus den Wörtern “Open” und “Cabriolet" zusammen. Es ist ein Auto, in dem bis 7 Passagiere Platz finden.

Erste Oplets fuhren schon in der 30er Jahren, jedoch wurden sie in den 80er Jahre in den meisten Innenstädten verboten, da zu alt und langsam geworden waren, aber in einigen Orten fahren Oplets bis heute (z.B. Vororte in Südjakarta).

Der Name könnte allerdings auch von den frühen öffentlichen Verkehrsmitteln stammen, die zumeist Opel waren. In Jakarta nennt man Oplets auch “Ostin”, wahrscheinlich stammt der Name von einem anderem Autohersteller.

Ab dem Jahr 1942 wurden vorher verwendeten Opel durch die Marke Moris ersetzt. Im Verkehrsmuseum Taman Mini Indonesi Indah bei Jakarta kann man heute noch Oplets besichtigen, unter anderem einen Oplet, der von 1959 bis 1976 in Jakarta im Einsatz war.

In Bandung wurden Oplets der Marken Moris und Fiat eingesetzt. Die Fahrzeuge stammten aus den Jahren 1942, 1948 oder 1952 und wurden nur auf kurzen Strecken verwendet, z.B. von Tentral Cimahi bis Zentral Bandung. (ca. 15 km).

Auch im Bezug auf die Oplets existiert ein Film über einen kleinen, der viel erreichte, obwohl sein Vater nur Oplet Fahrer war.

Bemo

Ein Bemo

Ein Bemo

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Bemo ist ein motorisiertes Dreirad, welches in den 60er Jahren zum ersten Mal in Jakarta zum Einsatz kam aber auch in anderen Städten zu finden ist. Das Wort Bemo setzt sich aus den Worten „Becak“ (= eine Fahrradrikscha) und „Motor“ zusammen.

Es wurde eingeführt, um das Becak zu ersetzen. Bemos wurden aus Japan importiert, Indonesien selbst stellte diesen Fahrzeugtyp nie her.

Bemos fahren allerdings im Vergleich zu Becaks nur bestimmte Routen, auch sind weniger flexibel und können nicht jeden Ort so problemlos wie Becaks erreichen.

Ab der 80er Jahren verschwanden die Bemos langsam. In Jakartas Innenstadt sind sie heute nicht mehr zu finden.

Nur in einigen Vororten Jakartas werden zum Teil noch Bemos eingesetzt, wie zum Beispiel Benhil, Tanjung, Priok, Kramat Jati und weiteren Vororten.

Ojek

Ein Oplet in Jakarta

Ein Ojek mit Fahrer

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Das Verkehrmittel Ojek existiert in zwei Formen. Eines mit Motor (Ojek Motor), sowie ein Fahrrad-Ähnliches. Ojeks werden oft für Fahrten zu Orten genutzt zu denen kein Bus oder Mikrolet fährt.

Durch den Umstand, dass die Fahrer oft in abgelegene Gebiete fahren müssen, werden Sie häufiger das Opfer von Kriminalität, werden ausgeraubt oder sogar getötet.

Das Ojek gehört meist seinem Fahrer, welcher daher keine Mietgebühr bezahlen muss, sondern nur die Bezinkosten.

Einige Hinweise zum Ojek

  • Handeln Sie über den Preis bevor Sie einsteigen
  • Frauen sollten passende Kleidung tragen, damit sie auf einem Ojek Platz nehmen können
  • Fragen Sie den Fahrer nach einem Helm, damit Sie für den Fall eines Unfalls ausreichend geschützt sind

Delman

Ein Delman in Jakarta

Ein Delman in Jakarta

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Der Delman ist ein traditionelles Verkehrsmittel aus der Kolonialzeit. Es wurde im Jahre 1883 durch die Holländer eingeführt. Der Erfinder hieß Deeleman. Die Delmans sind Pferdefuhrwerke, die entweder 2- oder 4-rädrig sind.

Auf Javanisch heissen die Delmans auch Andong (= Kutsche), Dokar (= Waggon) oder Kereta Kuda (= Waggon mit Pferd).

In Jakarta gab es viele Delmans, wie auch in anderen größeren Städten. Heute sind Delmans selten, oft werden sie nur zu bestimmten Anlässen, wie Hochzeits- oder Beschneidungsfeiern eingesetzt. Zu diesen Anlässen werden Sie allerdings prachtvoll geschmückt..

Auch im Bezug auf die Delmans existiert ein Kinderlied

Der Text des Liedes:

Pada hari minggu kuturut ayah ke kota
Naik delman istimewa kududuk dimuka
Disamping pak Kusir yang sedang bekerja
Mengendali kuda supaya baik jalannya

Tuk tik tak tik tuk tik tak tik tuk
Mengendali kuda supaya baik jalannya

Die Übersetzung:

Am Sontag bin ich mit meinem Vater mit einem Delman in die Stadt gefahren.
Ich saß vorne neben dem Fahrer, der darauf achtet, dass das Pferd immer geradeaus läuft.

Bajaj

Ein Bajaj ist ein dreirädriges Fahrzeug und dem Bemo sehr Ähnlich, allerdings etwas kleiner. Die extrem lärmenden Bajajs gibt es nur in Jakarta.

Die Bajaj werden aus Indien importiert, der Hersteller ist die Firma Bajaj. Ein Bajaj ist im Prinzip ein dreirädrige Vespa auf der in etwa 2 Erwachsene Platz finden (evtl. auch Kinder, soweit sie auf dem Schoss der Erwachsenen sitzen).

Zur Zeit existieren ca. 20.000 Bajaj in Jakarta. Auf der Tür eines Bajaj ist der Stadtteil aufgedruckt, in welchem sie ihre Passagiere transportieren. Fast immer fahren die Bajaj nur in diesem Stadtteil.
Besonderheiten und Kurioses beim Bajaj

Ein Bajaj

Ein Bajaj

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Auch bei der Benutzung eines Bajaj sollte man handeln und nicht vergessen, dass die Bajaj jeweils nur in einem Stadtteil verkehren.

In einem Bajaj gibt es keine Klimaanlage, stattdessen werden einfach die Fenster geöffnet, was in Jakarta bedeutet, dass einem sämtliche Abgase direkt in die Lunge steigen, auch ist die Fahr meist sehr wacklig und man deutlich jedes Schlagloch.

Bei scharfen Kurven sollte man sich festhalten da das Fahrzeug sich zur Seite neigt und teilweise nur noch auf zwei von drei Rädern fährt.

Auch das Bajaj soll bald ersetzt werden da es zu langsam und laut sei. Es soll durch ein Fahrzeug namens „Kancil“ (Kendaraan Kecil = Kleines Auto) ersetzt werden.

Auch unter den Bajajfahrern gibt es einen regelmäßigen Wettbewerb um Schnelligkeit und Fahrkunst. Im indonesischen Fernesehen gibt es eine Komödie, die über das Leben eines Bajajfahrers erzählt. Sie heisst „Bajaj Bajuri“

Helicak

Das Helicak ist ein Verkehrsmittel, welches ebenfalls nur in Jakarta eingesetzt wird. Der Name wird vom Aussehen, dass einem Helikopter ähnelt und dem Wort Becak hergeleitet.

Der Motor stammt von einem Motorroller namens „Lambretta“ aus Italien. Es wurde eingeführt um das Becak zu ersetzen.

Vorn gibt es eine Kabine mit 2 Sitzplätze für die Passagiere und hinten sitzt der Fahrer. Wenn es regnet, sind die Passagiere geschützt worden, aber der Fahrer nicht. Helicaks gab es nur eine sehr kurze Zeit, da sie sich nicht als praktikabel erwiesen hatten und viel zu langsam waren.